
Semer-Ensemble
Premiere und Vermächtnis
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Das Semer Ensemble wurde von Dr. Alan Bern für das Jüdische Museum Berlin ins Leben gerufen und feierte dort am 12. Juli 2012 unter stehenden Ovationen Premiere. Mit internationalen Stars der jiddischen Musik ist das Projekt eine meisterhafte Neuinterpretation der Aufnahmen des fast vergessenen Berliner Labels Semer (1933–1938).
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Ein kultureller Querschnitt des Berlins der 30er Jahre
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Es wäre ein Irrtum, dieses Repertoire als rein „jüdische Musik“ zu bezeichnen. Vielmehr ist dieses Programm ein kultureller Querschnitt durch das multikulturelle und multiethnische Berlin der 1930er Jahre. Da die Berliner Juden damals in fast allen musikalischen Sparten vertreten waren, umfasst das Repertoire deutsche Schlager, Opernarien, Kantoralmusik, jiddisches Theater und Kabarett. Gesungen auf Jiddisch, Deutsch, Hebräisch, Aramäisch und Russisch, spiegelt diese Musik das pulsierende Leben einer vergangenen Ära wider.
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Gerettete Schätze und internationale Resonanz
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Im Jahr 2016 veröffentlichte das Ensemble das Album "Rescued Treasure. Live at the Gorki Theatre Berlin" beim renommierten Label Piranha Records, produziert von dem bekannten Produzenten Ben Mandelson (UK). Das Wirken des Ensembles wurde zudem im Dokumentarfilm "Ich tanze, aber mein Herz weint" (2024) von Regisseur Christoph Weinert festgehalten, der weltweit erfolgreich gezeigt wird.
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Von Berlin auf die Weltbühnen
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Seit seinem Bestehen ist das Ensemble mit großem Erfolg in ganz Westeuropa, der Ukraine, den USA und Kanada aufgetreten. Unter der Leitung von Alan Bern ist das Programm eine Hommage an die Künstler des Semer-Labels – nicht nur, um ihr Andenken zu bewahren, sondern um ihre Lebenskraft und ihr Erbe in der Gegenwart fortzuführen.
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Besetzung:
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Alan Bern – Klavier, Akkordeon, musikalische Leitung
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Lorin Sklamberg – Gesang, Akkordeon
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Daniel Kahn – Gesang, Akkordeon
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Sasha Lurje – Gesang
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Fabian Schnedler – Gesang, E-Gitarre
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Mark Kovnatskiy – Violine
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Paul Brody – Trompete
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Martin Lillich – Basello