
Foto: Shendl Copitman
Di Yidishe Neshome
Ein telepathischer Dialog der Klezmer-Virtuosen
Das Duo Di Yiddishe Neshome (Die jiddische Seele) verkörpert die „Crème de la Crème“ der internationalen jiddischen Musikszene. Den Violinist Mark Kovnatskiy und den Pianisten/Akkordeonisten Dr. Alan Bern verbindet eine musikalische Interaktion, die weltweit ihresgleichen sucht – eine intuitive, fast telepathische Fähigkeit, in jedem Moment auf die Nuancen des Partners zu reagieren.
Beide Musiker fanden aus der Welt der Klassik zu jiddischer Musik. Dieses Fundament ermöglicht es ihnen, die jiddische Tradition mit höchster Präzision zu bewahren und sie gleichzeitig harmonisch mit den Einflüssen der klassischen Musik zu verweben. In ihrem Spiel verschmelzen zudem Einflüsse aus Jazz, moldawischer, griechischer und arabischer Musik – das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit der Musik jener Völker, unter denen jüdische Musiker historisch lebten.
Das Duo bietet verschiedene Konzertprogramme an. Während das Hauptrepertoire aus traditionellen Klezmer-Melodien und eigenen Kompositionen besteht, umfasst ein spezielles Programm zudem Werke der „Neuen Jüdischen Schule“ (Sankt Petersburg, Beginn des XX Jahrhunderts), darunter Komponisten wie Joel Engel und Josef Achron. Als führende Repräsentanten der globalen Klezmer-Elite konzertierten und lehrten sie bereits in den USA, Kanada, ganz Europa, den Staaten der ehemaligen UdSSR und Japan.
Pianist/Akkordeonist Dr. Alan Bern ist schon seit 40 Jahren Vorreiter der internationalen Wiederbelebung jiddischer Musik. Er musizierte u.a. mit Itzhak Perlman, ist der Mitgründer des Ensembles Brave Old World und künstlicher Leiter des Yiddish Summer Weimar, des wichtigsten Sommerinstituts und Festivals für jiddische Musik weltweit.
Sein Kollege, einer der weltweit führenden Klezmer-Violinisten sowie Komponist und Lehrer für jiddischen Tanz, Mark Kovnatskiy, steht an der Spitze einer Generation, die den sensiblen Spielstil der alten Klezmorim für die Gegenwart gerettet und weiterentwickelt hat. Er gilt zu Recht als einer der besten Klezmer-Violinisten weltweit. Sein Status an der Weltspitze des Genres wird durch seine regelmäßigen Auftritte und die Zusammenarbeit mit den international bedeutendsten Musikern dieser Szene eindrucksvoll bestätigt.